Kulturpolitik

Planungsstopp im Gängeviertel: Kooperation wird neu gedacht

Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Hamburg (dpa/lno) - Die Planungen zur weiteren Sanierung des Hamburger Gängeviertels sind vorerst gestoppt. Darauf haben sind Vertreter des Gängeviertels und der Stadt geeinigt, teilte die Initiative am Dienstag in Hamburg mit. Hintergrund seien "gravierende Probleme, die im Zuge der Kooperation und Sanierung des historischen Viertels aufgetreten sind".

Danach werden die im Kooperationsvertrag zwischen dem Gängeviertel und der Stadt vereinbarten Ziele aus Sicht des Gängeviertels verfehlt. Die Stadt habe nun dem von der Initiative geforderten Planungsstopp zugestimmt, "um Raum zu schaffen und Zeit zu gewinnen, in dem Lösungen für die Kernprobleme erarbeitet werden sollen". Offene Fragen zur Genossenschaftsanbindung der Mieter, zum Betrieb der Fabrik als Zentrum für Kunst, Kultur und Soziales sowie zu einem alternativen Finanzierungs- und Sanierungsverfahren sollen nun in drei ressortübergreifenden Arbeitsgruppen erarbeitet werden.

Vor fünfeinhalb Jahren hatten rund 200 Künstler das vom Abriss bedrohte ehemalige Arbeiterviertel besetzt und den Erhalt der historischen Gebäude gefordert. Mittlerweile ist das erste Gebäude fertig saniert. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren neun Gebäude des historischen Wohnkomplexes saniert werden. Die Stadt stellt dafür 20 Millionen Euro bereit.

Angelika Warmuth

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