Amsterdam

Niedringhaus-Preis geht an Fotografin Stephanie Sinclair

Amsterdam. Der Anja-Niedringhaus-Preis für mutigen Fotojournalismus geht in diesem Jahr an Stephanie Sinclair. Die Amerikanerin könne als Vorbild für den Fotojournalismus des 21. Jahrhunderts dienen, wie die Jury der International Women's Media Foundation (IWMF) am Donnerstag in Amsterdam auf dem "World Press Photo Festival" mitteilte. Die Auszeichnung erinnert an die 2014 in Afghanistan ums Leben gekommene Pulitzer-Preisträgerin und AP-Fotografin Anja Niedringhaus (1965–2014) aus Höxter. Der Preis ist mit 20.000 US-Dollar dotiert. Er wird am 8. Juni in Washington in der deutschen Botschaft verliehen.

Die Pulitzer-Preisträgerin Sinclair veröffentlicht unter anderem im "The New York Times Magazine" und im "National Geographic". Sie porträtiert Mädchen, die als Kinder verheiratet wurden, die mit Säure attackiert wurden oder deren Genitalien verstümmelt sind. Die Jury hob hervor, dass ihre Bilder "die Seele berühren".

Lobend erwähnt wurden zudem die polnisch-griechische Fotografin Louisa Gouliamaki für ihre Arbeiten über die europäische Flüchtlingskrise und den Ukraine-Konflikt und die US-Fotografin Nicole Tung, die in den Konflikt- und Kriegsregionen in Syrien, im Irak, in Libyen und in Ägypten arbeitete.

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