"Worte bewegen"

Die Warschauer Buchmesse beginnt

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, warnt vor rechtspopulistischen Tendenzen in Europa und Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit.

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Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, warnt vor rechtspopulistischen Tendenzen in Europa und Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit.

Deutschland als Partnerland der Warschauer Buchmesse ist dort mit 66 Ausstellern vertreten. Ziel ist die Vielfalt deutscher Literatur vorstellen und deutsche Schriftsteller und Schriftstellerinnen ins Gespräch zu bringen.

Warschau. Mit Deutschland als Partnerland hat am Donnerstag die Warschauer Buchmesse begonnen. "Es ist uns eine große Ehre", sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, bei der Eröffnung des Literaturevents im Nationalstadion der polnischen Hauptstadt.

Der Gastlandauftritt solle die Vielfalt deutscher Literatur vorstellen und deutsche Schriftsteller und Schriftstellerinnen ins Gespräch bringen, sagte er.

Gäste des deutschen Standes, der von der Frankfurter Messe mitorganisiert wird, sind unter anderem die Nobelpreisträgerin Herta Müller ("Atemschaukel") und die Bestsellerautorin Charlotte Link ("Die Betrogene"). Am Freitag werden außerdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein polnischer Amtskollege Andrzej Duda erwartet.

Die Buchmesse dauert bis einschließlich Sonntag (21. Mai). Die Veranstalter rechnen mit etwa 1000 Autoren aus aller Welt. Insgesamt stellen 800 Verlage aus 32 Ländern in Polen aus.

Deutschland ist dieses Jahr mit 66 Ausstellern unter dem Motto "Worte bewegen" vertreten. Neben dem Stand auf der Messe soll im Rahmenprogramm die Presse- und Meinungsfreiheit erörtert werden. "Eine Buchmesse ist ein Ort, an dem die freie Meinungsäußerung gelebt wird", sagte Boos, der vor rechtspopulistischen Tendenzen in Europa und Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit warnte.

Polnisch zählt bereits seit mehreren Jahren zu den zehn wichtigsten Sprachen für die Lizenzvergabe deutscher Titel ins Ausland. Auch in Deutschland rangiert Polnisch unter den 20 Top-Sprachen, aus denen deutsche Verlage übersetzen.

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