Vom Unternehmer zum Sänger

Sascha Kimaz: Es ist nie zu spät

Sascha Kimaz hat sich einen Traum erfüllt.

Foto: dpa

Sascha Kimaz hat sich einen Traum erfüllt.

Sein Herz schlug schon immer für die Musik. Jetzt Sascha Kimiz die Warteschleife verlassen und sein Debütalbum herausgebracht.

Berlin. Manchmal dauert es einfach länger, aber irgendwann macht es dann einfach Klick und eine Nebenstraße wird zum Highway. So ist es Sascha Kimaz ergangen, für den Musik schon immer etwas Essenzielles war, seine Weiche aber hatte er vor längerer Zeit anders gestellt. Jetzt aber fügt er seiner Biografie eine neue Note hinzu.

Aufgewachsen im Hamburger Problemviertel Steilshoop hat er es zum Unternehmer gebracht. Erfolgreich? Ja. Aber irgendwas hat wohl immer gefehlt. Diese Lücke hat der Hamburger jetzt mit seinem ersten Album "Hallo" geschlossen. Die vielleicht wichtigste Botschaft dieses überraschenden Debüts: Es ist nie zu spät. 47 Jahre alt ist Sascha Kimaz inzwischen.

Und seiner Heimatstadt hat der Ex-Steilshooper natürlich auch ein musikalisches Denkmal gesetzt. "Mein Hamburg" hat er seine Sightseeing-Ballade genannt: "Hamburg, meine Perle/Keine andere Stadt, in der ich so gerne wäre" - das nennt man eine wirkliche Liebeserklärung. "Mein Hamburg" - eines der vielen gefühlvollen Liebeslieder, die sogar Kimaz' Finanzbeamten zum Weinen gebracht haben.

Und so bunt diese Stadt ist, so abwechslungsreich ist auch das Debüt von Sascha Kimaz geraten, der Opern und Metallica gleichermaßen liebt. Nun, so extrem ist "Hallo" allerdings nicht geworden.

Sascha Kimaz ist da mehr ein Mann der breiten Mitte, der von der klassischen Singer-Songwriter-Ballade bis zum knackigen Rock-Song alles im Programm hat. "Stimmungen sind nicht gleich", sagt der Newcomer, der den Sound seiner Gefühlslage anpasst. Da bildet auch schon mal ein rollender Disco-Bass das Gerüst, der einen Song wie "Alte Lieder" für die Tanzfläche prädestiniert.

Die Mitarbeiter seiner Firma, die die Songs bereits länger kennen, sind schon lange seine größten Fans. Jetzt sollten problemlos noch ein paar weitere dazukommen.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.