Schüler machen Zeitung
Hamburg

Streitthema Turbo-Abi - was spricht dafür und was dagegen?

Doch lieber G9 – Schüler diskutieren im Unterricht (Symbolfoto)

Doch lieber G9 – Schüler diskutieren im Unterricht (Symbolfoto)

Sind Schüler, die nach acht Schuljahren Abitur (G8) machen international konkurrenzfähiger? Oder sind sie überfordert und gestresst?

Hamburg.  Sind Schüler, die nach acht Schuljahren Abitur (G8) machen international konkurrenzfähiger? Oder sind sie überfordert und gestresst? G8 sorgt auch in Hamburg für Kontroversen. Was spricht für G8, was dagegen?

Pro G8: Ich denke, dass ein erstes Schuljahr ohne Benotung mit einem Charme von Kindergarten-Schule-Übergangsjahr in ein mit angemessenem Stoff gefülltes, fairer Benotung durchgeführtes, "echtes erstes Schuljahr" überführt werden sollte. Schafft man dort bereits die Grundlagen, erleichtert dies den Schülern das Lernen in den Folgejahren erheblich, ohne wesentlich mehr Stunden als bei G9 zu benötigen. Ist diese Grundlage gegeben, ist G8 möglich, ohne die Freizeit vom Kind zu stören und ohne zu viel Stress zu erzeugen.

Contra G8: Der Unterrichtsstoff ist derzeit derselbe wie bei G9. Deshalb besteht eine Woche gut mal aus 40 Schulstunden. Natürlich muss dazu noch die Zeit für Hausaufgaben und Lernen dazu gerechnet werden. So bleibt wenig Gelegenheit, zeitintensiven Hobbys nachzugehen. Bei vielen kommt zum Beispiel außerschulischer Sport zu kurz, bei dem auch soziale Kompetenzen gefördert werden und der wichtig für die Gesundheit ist. Dabei ist ein Ausgleich für den Schulstress sehr wichtig.

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