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Zwei

Fiona (Katharina Marie Schubert) und Martin (Hans Löw) treffen sich nach 20 Jahren zufällig an einer Hotelbar.

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Fiona (Katharina Marie Schubert) und Martin (Hans Löw) treffen sich nach 20 Jahren zufällig an einer Hotelbar.

Nach vielen Jahren trifft Bandmanagerin Fiona ihre Jugendliebe Martin wieder. Die Gefühle der beiden flammen erneut auf - haben sie eine zweite Chance?

München. Der Name ist Programm: Der Fernsehfilm "Zwei" zeigt die Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich vor 23 Jahren aus den Augen verloren und schließlich zufällig in einer Bar wiedergefunden haben.

Die "Zwei" - gespielt von Katharina Marie Schubert und Hans Löw - tragen den Film beinahe alleine, es gibt kaum Nebenfiguren oder seitliche Handlungsstränge. Die ARD zeigt den gefühlvoll erzählten 90-Minüter am Mittwoch (19. April) um 20.15 Uhr.

Autor Frank Zeller und seine Frau, die Regisseurin Ariane Zeller, zeichnen die Liebe der "Zwei" in der drei Etappen nach. In einer Hotelbar treffen sich Fiona und Martin wieder. Sie ist Single und als Bandmanagerin ständig auf Achse, er ist erfolgreicher Geschäftsmann im väterlichen Unternehmen, verheiratet und zweifacher Vater. Spontan fahren die beiden in Martins Ferienhaus an der Ostsee. Die alte Leidenschaft entfacht.

In der zweiten Etappe hat Martin sich von seiner Familie getrennt, ist nun mit Fiona zusammen. Die ist schwanger, was sie Martin verschweigt. Der Geschäftsmann hadert mit seinem übermächtigen Vater und schaut genervt dem Firmenjubiläum entgegen. Bei der Feier kommt es zum Eklat. Der Vater greift Fiona verbal an, die fluchtartig davon läuft. Später gesteht sie Martin, einst eine kurze Affäre mit seinem Vater gehabt zu haben - noch bevor sie ihn kennengelernt hatte. Martin kommt damit nicht klar, schickt Fiona fort. Dass sie schwanger ist, erfährt er erst später.

In der dritten Episode besucht Fiona Martin ein Jahr nach der erneuten Trennung. Martin hat sich von seinem Vater losgesagt, räumt mit seinem Leben auf. Schaffen es die "Zwei", mit ihrer schwierigen Beziehung aufzuräumen und ihre Gefühle füreinander zu klären?

Autor Frank Zeller spricht von einem sehr persönlichen Projekt: "Wir wollten etwas machen, das unserer eigenen Lebenswelt entspricht und unsere Erfahrungen mit Beziehungen wirklich wiedergibt", sagte er im ARD-Interview. Im Freundeskreis habe er schon ähnliche Geschichten erlebt. Regisseurin Ariane Zeller unterstreicht, dass es sich bei dem Film um eine "erwachsene" Liebesgeschichte handelt und nicht um die Verliebtheiten von Mittzwanzigern.

Die beiden Hauptdarsteller Schubert und Löw bezeichnet Ariane Zeller als Glücksfall für den Film. Uneitel, präzise und detailversessen seien sie an ihre Figuren herangegangen. Die Landschaft rund um das Ferienhaus an der Ostsee übernimmt gleichsam die Rolle eines dritten Protagonisten. "Das Licht, die Weite und die Verlorenheit. Das Meer, mit dem wechselnden Wetter, das ist auch eine Metapher für die Liebe der beiden", sagte Zeller.

Die Regisseurin hofft, dass sich die Zuschauer nach dem Ansehen des Films Fragen stellen über die Beziehungen, die im eigenen Leben wichtig waren, welche Bedeutung sie hatten und dass am Ende vielleicht die Erkenntnis steht: um die Liebe zu kämpfen, lohnt sich.

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