Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 4. Februar 2017

Elbvertiefung ist doch Chefsache!

2. Februar: "Urteil zur Elb­ver­tie­fung – Bürgermeister Scholz, Senator Horch und Hafenchef Meier fehlen in Leipzig"

Eine ausgesprochene Geringschätzung des Gerichts! Die Richter mussten tonnenweise Akten durchstöbern und sich mit dieser komplizierten Materie vertraut machen. Und da hält die "Creme" es nicht für nötig, das Urteil persönlich entgegenzunehmen. Das ist doch Chefsache! Die Richter werden sich nicht ernst genommen fühlen. Dazu passt, dass man ja schon lesen konnte, die Vorbereitungen seitens Stadt und Hafen wären nicht optimal gewesen. Dann haben die Führungskräfte auch nichts anderes verdient als ein Urteil gegen sie. Sie geben sich alle Mühe, das Hafen-Geschäft kaputtzumachen. Es würde auch mit einer Elbvertiefung schon schwer genug, die Containerriesen weiterhin nach Hamburg zu locken. Aber ohne geht´s sowieso nicht. Man kann sich schon darauf einstellen: Hamburg wird zum "Feeder-Port" degradiert! Und viele, viele Jobs gehen den Bach runter, buchstäblich. Denn mehr ist die Elbe für viele Reeder dann ja sowieso nicht mehr.

Peter R. Cent, Hamburg

Beamte werden abkassiert

1. Februar: "Martin Schulz fordert höhere Löhne. Interview mit dem SPD-Kanzlerkandidaten"

Der Mann hat keine Ahnung von der Wirklichkeit. Gerade verweigern die Länder, viele SPD-geführt, ihren Angestellten und Beamten die gerechte Bezahlung. Hamburg kassiert sogar immer noch die Beamten bei der Krankenversicherung mit der Kostendämpfungspauschale ab. Polizei, Feuerwehr und Verwaltung wurden kaputtgespart. Herr Schulz, sozial geht mit der SPD leider auch nicht! Sie haben sich sicher keine Freunde bei den Regierenden gemacht. Es gilt immer noch der alte Spruch: Im Rathaus sind die Räuber!

Rüdiger Krebs, Polizeibeamter i. R., Quickborn

Schick auf Kosten der Umwelt

1. Februar: "Luft­ver­schmut­zung: Ha­bicht­straße bun­des­weit Platz 6"

Hamburg wächst und gehört in vielen Bereichen zu den Top Ten – wie man lesen konnte auch bei den Schadstoffkonzentrationen in den Straßen. Leider hinken politische Entscheidungen zur Schadstoffminderung dem Wandel im Verkehr hinterher oder sind sogar kon­traproduktiv. Umweltzonen fehlen in Hamburg, P+R-Plätze kosten inzwischen Geld, die HVV-Preise steigen kontinuierlich, und Sonderrecht erlaubt das Bauen in klimarelevanten Landschaftsschutzgebieten. Nicht nur der Gütertransport auf den Straßen hat zugenommen, sondern bei vielen Pkw zählen inzwischen Lifestyle und Abenteuer mehr als niedriger Verbrauch oder auch passiver Fußgängerschutz. Durch gutes Marketing steigen die Verkaufszahlen von Geländewagen und SUVs kontinuierlich. Dabei kann doch schon mit kleinen Autos die Parkplatzsuche zum Abenteuer werden. Genügend Untersuchungen zeigen die zusätzliche Luftbelastung durch die steigende Zahl schwerer Autos mit großen Motoren, und das trifft uns alle. Schick und hip auf Kosten der Umwelt – hier ist nicht nur die Industrie und Politik in der Verantwortung, sondern jeder sollte sich fragen, ob dies in Zeiten des Klimawandels sinnvoll und fair für nachfolgende Generationen ist.

Susanne und Dr. Michael Hahn, per E-Mail

Wer blickt bei den Tarifen durch?

1. Februar: Ein Bahn­ti­cket für den ganzen Norden

Bevor diese Vision des Einheitstarifs in Angriff genommen wird, sollte im Bereich des HVV und Schleswig-Holstein erst einmal eine Tarifbereinigung stattfinden. Es ist unglaublich, dass noch immer keine Bestpreis-Option realisiert wurde (nicht einmal in Hamburg und in Schleswig-Holstein allein). Bei den Fahrkartenautomaten und auch im Internet findet man dazu nichts. Es fehlen Abfragen, ob man z. B. am selben Tag hin- und zurückfahren will. In Schleswig-Holstein gibt es teilweise vier verschiedene Bahn-Tarife. Wer blickt da noch durch ? Und wer glaubt wirklich, dass es bei Erweiterung nach Niedersachsen einfacher, einheitlicher und nicht teurer wird? Ich jedenfalls nicht. Schade!

Ewald Hauck, Hamburg

Einen Tag zum Innehalten

31. Januar: Vorstoß: Zusätzlicher Feiertag für den Norden

Frau Bischöfin Fehrs möchte ich sagen, dass ich von ihr als Vertreterin meines Glaubens erwarte, dass sie deutlich für einen christlichen Feiertag eintritt, z.B. die Wiedereinführung des Buß- und Bettages. Besser noch eines Bet- und Meditationstages zum Innehalten für den Frieden auf der Welt. Damit könnten die Kirchen vielleicht wieder Menschen erreichen, wenn sie die Kirchentore öffnen und allen Menschen anderen oder gar keinen Glaubens anbieten, sich für den Frieden "einen Tag lang zu synchronisieren", wie Herr Hasse sagt.

Cornelia Schult, per E-Mail

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