Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 15.März

Ein Tropfen auf den heißen Stein

14. März: Hamburg lässt morgens
Obdachlose in der City wecken
und
Leitartikel Das Obdachlosen-Dilemma

Auch ich gehe lieber durch saubere Straßen und wünschte mir, nicht so viel Elend sehen zu müssen. Aber die Ärmsten vertreiben, um ein schönes Stadtbild zu erhalten? Glücklicherweise gibt es viel Engagement – meist ehrenamtlich – in Hamburg. Vielen Dank. Aber das bleibt doch letztlich ein Tropfen auf den heißen Stein. 1000 Übernachtungsplätze für geschätzt 2000 Menschen sind sehr wenig. Gibt es in der Innenstadt eigentlich ein kostenfreies WC? Wo, wenn nicht bei sich, sollen sie ihr gesamtes Hab und Gut haben? Meines Wissens gibt es nur den einen Stützpunkt mit einigen Schließfächern. Ich finde auch keine einfache Lösung – aber zu betonen, die Stadt sei für alle da, und dann nur auf die glücklichere Seite der Gesellschaft zu sehen, kommt mir zynisch vor.

Christine Alfeld, per E-Mail

Mutige Niederländer

13. März: Tür­kei-Streit weitet sich auf ganz Europa aus. Außenminister Cavu­soglu nach Auftrittsverbot: Niederlande sind ,Hochburg des Faschismus'

Endlich hat mal ein EU-Land den Mut und zeigt der Türkei die Rote Karte. Wahlkampf auf ausländischem Boden hat nicht stattzufinden. Die Holländer haben dieses als einziges EU-Land verstanden. Unsere Politiker aus der Regierung in Berlin nicht. Schade. Nebenbei bemerkt: Wenn es einigen Türken nicht passt, können sie ja in die Türkei zurückgehen.

Wolfgang Köbke, per E-Mail

Starkes Signal gesetzt

Voilà! Das kleine Holland mal ganz groß. Mit ihrer Reaktion gegen Auftritte türkischer Wahlkämpfer senden unsere Nachbarn der Türkei ein starkes Signal und dokumentieren gleichzeitig die Wankelmütigkeit und Hilflosigkeit deutscher Politik. Dazu wird Herrn Wilders der Wind aus den Segeln genommen. Drei auf einen Streich. Holland hat gezeigt, dass man demokratische Werte auch einmal mit mutigen Maßnahmen verteidigen muss. Besser geht es nicht.

Detlef Lange, Hamburg

Höchste Zeit

Bravo, Holland. Es wird höchste Zeit, die Beitrittsverhandlungen zur EU mit der Türkei endgültig einzustellen und den Geldhahn zu schließen. Erdogans Drohung, Flugzeugen aus der EU ebenfalls Landeverbot zu erteilen, erleichtert wohl den letzten EU-Bürgern den Entschluss, auf Urlaub im Land der politischen Barbaren zu verzichten.

Peter Kröncke, per E-Mail

EU muss geschlossen auftreten

Es ist eine Schande, dass die EU in dieser Situation nicht mit einer Stimme spricht. Sie müsste doch geschlossen gegen die Türkei auftreten, und es müssten in allen europäischen Ländern diese Wahlkampfveranstaltungen verboten werden. Auch sollte man für die Zukunft den Doppelpass schnellstens abschaffen.

Gitta Uther, Seevetal

Vorrang vor Fahrradrennstrecke

11./12. März Anwohner planen Bür­ger­be­geh­ren gegen Radweg am Elbstrand

Die Initiative gegen einen Radweg am Elbstrand ist zu unterstützen und auszuweiten auf den gesamten Elbstrand in Hamburg. Auch in Blankenese, insbesondere am Strandweg, oder an der Nienstedtener Promenade kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Situationen, die von rasenden Fahrradfahrern verursacht werden. Die Sicherheit von Fußgängern, insbesondere von Kindern und älteren Menschen, in diesen wunderschönen Erholungsgebieten an der Elbe muss Vorrang vor dem Ziel einer durchgängigen Fahrrad(renn)strecke eingeräumt werden. Fahrradfahren ist gesund und schön, aber dort, wo Platz ist. Am Elbstrand sollten Radfahrer deshalb absteigen und Rücksicht nehmen müssen, wenn Fußgänger zu sehen sind.

Patricia Bürger-Schwolow, per E-Mail

Keine Kitas an Verkehrsadern

14. März: Tempo 30 – bald Normalfall statt Ausnahme

Es ist schlicht unbegreiflich, auf welche Art wirtschaftlich nötiger Verkehr zum Problem erklärt wird. Das hohe Verkehrsaufkommen auf Straßen wie der Fruchtallee war ja schließlich auch schon vorhanden, als die Kitas hier eröffnet haben. Wenn man also um die Sicherheit der Kinder besorgt ist, sollten Kitas an Hauptverkehrsstraßen gar nicht genehmigungsfähig sein. Leider fehlt vielen Politikern ein vorausschauendes Denken, sonst hätte man gleich darauf achten können, dass Verkehrsadern und Kitas nicht zusammenpassen.

Christian Pfau, per E-Mail

Verkehrspolitischer Veggie-Day

Lasst diesen "verkehrspolitischen Veggie-Day" an uns vorübergehen. Und jetzt sollen Gerichte entscheiden? Wie wäre es mal mit dem gesunden Menschenverstand? Tempo 50 auf Durchgangs- und Hauptstraßen und Tempo 30 auf Neben- und Wohnstraßen ist doch vollkommen okay und bewährt. Was soll der Aktivismus? By the way: Mein Tempomat lässt sich gar nicht auf 30 einstellen (unter 40 geht da nix).

Martin Berner, Bargteheide

Ausweichen auf Nebenstraßen

Vor Kindergärten und Schulen ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde sicherlich sinnvoll. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, wenn in Zukunft auch auf Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 gelten soll. Hier werden im Gegensatz zu Tempo 50 oder 60 zeitlich doppelt so lange wesentlich mehr schädliche Abgase und unnötiger Lärm produziert. Der Individualautoverkehr wird sich durch Tempo 30 nicht eindämmen lassen, sondern weiter zunehmen und bei dann verstopften Hauptstraßen dank der Navigationsgeräte auf Neben- und Wohnstraßen ausweichen.

Wolfgang Adamek, per E-Mail

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

Abendblatt Digital

Testen Sie jetzt 2 Wochen gratis das digitale Hamburger Abendblatt!