Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 25. März

Keine guten Nachrichten

24. März: Die neuen Ziele des Flughafens

Für weite Teile der Bevölkerung, die im Bereich der Flugschneisen wohnen, sind das alles andere als gute Nachrichten. Mit jedem Flug mehr nimmt auch der nachweislich krankmachende Fluglärm zu. Die Hunderttausenden vom Lärm Betroffenen wünschen sich eher eine Abnahme der Flugbewegungen als einen auf ständiges Wachstum (meist Billigflieger) setzenden Flughafen. Erneut stellt sich auch die Frage, warum z. B. Autos ständig als Umweltfeinde gebrandmarkt, aber Flugzeuge mit steuerfreiem Kerosin hofiert werden. Die Lobbyisten und Profiteure dieses Modells können die Sektkorken wieder knallen lassen, leider.

Walter Spremberg, per E-Mail

Krawallmacher festsetzen

24. März: G20-Gip­fel in Hamburg:
Links­ex­treme machen mobil

Es gibt nicht nur rechten und islamischen Terror, sondern auch linken. Warum scheut man sich, diesen endlich offiziell auch so zu benennen? Es gäbe doch eine Menge Möglichkeiten, schon im Vorfeld Maßnahmen zu ergreifen, z. B. Einreiseverbote oder Festsetzen von "Gefährdern". Nur weil irgendwelche Leute dagegen sind, dass ihnen missliebige Politiker sich zu Gesprächen treffen, muss eine ganze Stadt in den Ausnahmezustand versetzt werden. Leib und Leben, öffentliches und privates Eigentum sind diesen Krawallmachern, die meistens gar nicht wissen, wogegen sie da eigentlich sind, gleichgültig. Und welche Kosten diese sinnlosen Zerstörungen verursachen. Was könnte man mit dem Geld alles Vernünftiges machen: investieren in Bildung, Wissenschaft, Kultur, Umwelt und mehr. Wer wirklich protestieren will, sollte nach Nordkorea oder in andere Diktaturen gehen. Aber dazu hat man ja keinen Mut, lieber hier den so bekämpften Rechtsstaat ausnutzen und provozieren.

Sylvia Zarnack, per E-Mail

Zugepflastert mit Stadtmöbeln

24. März: Riesenbildschirme ersetzen alte Werbetafeln

Bedauerlich, wie Hamburg zunehmend durch massenhafte Werbeflächen, vornehm Stadtmöbel genannt, zugepflastert wird. Immer größer, jetzt noch digitaler. An wen richten sich die digitalen Tafeln? An den Autofahrer? Der soll sich auf den Verkehr konzentrieren – wird aber zunehmend durch Werbeflächen abgelenkt. An der Kreuzung Bürgerweide/Burgstraße habe ich mal die Werbeflächen gezählt und bei zehn aufgehört. Hier wurden vor ein paar Jahren sogar Bäume für die großen Flächen gefällt. Wo man hinschaut – Werbung. Auch das ist eine Art von Stadtvermüllung.

Marcus Grän, per E-Mail

Führerschein für Radfahrer

24. März: Lkw-Technik soll Radfahrer schützen

Wer Radfahrer im Straßenverkehr beobachtet, muss den Schluss ziehen, dass es sich um, nun, sehr unbedachte Menschen handelt. Und an diesem unbedachten Verhalten werden auch die besten Assistenzsysteme in Pkw und Lkw nichts ändern. Eine Änderung wird nur eintreten, wenn Radfahrer einen Führerschein machen müssen, den sie genau wie Autofahrer bei Fehlverhalten gefährden, und wenn sie einer Versicherungspflicht unterliegen, denn am Geldbeutel kann man die Menschen immer packen.

Uwe Marschner, Hamburg

Der Beifahrer als Lösung

Die durch abbiegende Lastkraftwagen verursachten Unfälle sind vermeidbar. Dazu braucht es weder sechs Rückspiegel noch elektronische Systeme. Die bewährte Lösung heißt: Beifahrer. Nicht umsonst wird in der Fahrschule der Nation kein Lkw ohne einen zweiten Mann (oder Frau) bewegt. Die Kosten für die zusätzlichen Arbeitsplätze wären es wert, den Verkehr sicherer zu machen.

Ulrich Göttsch, Hamburg

Rückspiegel nachrüsten

Die Fahrradunfälle durch Lkw können m. E. mit technischen Optimierungen an dem Lkw reduziert werden. Allerdings denke ich, dass auch die Radfahrer etwas tun können. Wenn ich z. B. am Theodor-Heuss-Platz vor dem Dammtorbahnhof sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit die zahlreichen Radfahrer ihr Recht auf Vorfahrt wahrnehmen, und das oft ohne Blickkontakt zum Kfz und fast immer ungebremst, dann habe ich als Autofahrer ein ungutes Gefühl. Noch gefährlicher ist es bei Regen oder Dunkelheit. Als Radfahrer sollte man in solchen Bereichen das Tempo reduzieren und sicher sein, dass einem die Vorfahrt nicht genommen wird. Ich habe seit Jahrzehnten einen Rückspiegel am Fahrrad. Was für Krad- und Kfz-Nutzer Vorschrift ist, sollte für Radfahrer nicht weniger sinnvoll sein. Ich sehe z. B. blinkende Fahrzeuge im Rückspiegel und weiß sofort, dass sie beim Abbiegen meinen Radweg kreuzen werden. Gerade den Radlern im Stadtverkehr kann ich das Nachrüsten eines Rückspiegels sehr empfehlen.

Michael Breitkopf, Börnsen

Das Rad neu erfinden

So bitter es klingen mag, es wird nicht der letzte Unfall beim Rechtsabbiegen sein. Es ist einfach nicht zu verstehen, dass die Ampel für den Rechtsabbieger nicht auf Rot geschaltet ist, wenn die Radfahrer Grün haben. Oder umgekehrt: Der Radfahrer hat Rot, und der Abbieger hat Grün. Diese Schaltung haben wir in Haarlem (Niederlande) an einer viel befahrenen Kreuzung gesehen. Aber vielleicht will man ja wieder mal das Rad neu erfinden. Vielleicht sollte man sich mehr um die kleineren Probleme kümmern als nur um Mammutprojekte, wie z. B. Elphi oder 200-Meter-Hochhaus.

Uwe Rohde, per E-Mail

Unlogische Anti-Haltung

22. März: Sommerzeit Auch das noch

Wie gern, selbstverständlich und ohne Zögern stellen wir unsere Uhren eine Stunde vor, wenn wir Urlaub z. B. in Griechenland machen wollen, oder um eine Stunde zurück, wenn wir auf die Kanaren oder nach England fliegen. Warum also diese unlogische Anti-Haltung ?

Sigrid Gummert, per E-Mail

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

Abendblatt Digital

Testen Sie jetzt 2 Wochen gratis das digitale Hamburger Abendblatt!