Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 4. April 2017

Fußgängerzone Jungfernstieg

3. April: Jazz, Sonne und Geschäfte locken Besucher in City

Ein schöner sonniger Sonntagnachmittag. Ich sitze mit Freunden in einem Straßencafé am Jungfernstieg. Getrübt wird die eigentlich schöne Atmosphäre durch den Verkehrslärm, verursacht durch den starken Auto- und Motorradverkehr, der über den Jungfernstieg rollt. Könnte man den verkaufsoffenen Sonntag nicht auch zum Anlass nehmen, den Jungfernstieg zur Fußgängerzone werden zu lassen? Es gäbe Platz zum Flanieren und für herumtollende Kinder. Vielleicht noch belebt durch Straßenkünstler. Das wäre ein gelungener Frühlingssonntag für Jung und Alt mitten in der City unserer schönen Stadt.

Elisabeth Draeger, Hamburg

Positives für die Seele

3. April: Mamas & Papas. Meine Sechs­jäh­rige will auf den Mount Everest

1955 geboren, hat sich während meines Lebens vieles in Deutschland und der Welt positiv verändert. Der Höhepunkt war für mich der Fall der Mauer in Berlin. Lese ich heute das Hamburger Abendblatt, habe ich oft das Gefühl, dass sich alles um mich herum auflöst: Die EU gibt es vielleicht nicht mehr lange, das mächtigste Land der Erde hat einen unberechenbaren Präsidenten gewählt, die Türkei ist dabei, sich in eine Diktatur zu verwandeln, unglaubliches Elend in Afrika, Menschen schreiben ungehemmt Hassmails in den sozialen Medien. Da sehe ich auf Seite zwei die Überschrift: "Meine Sechsjährige will auf den Mount Everest". Das Lesen dieses Artikels streichelt meine Seele. Vielen Dank, liebe Frau Garbers, es gibt um uns herum nicht nur das Böse. Wir alle brauchen mehr Positives!

Rita Belhous, Stelle

Sparen ohne Rendite

1./2. April: Hamburgs Top-Ban­ker fordern: Staat muss Kauf von Aktien fördern

Es irritiert mich immer wieder, wenn gesagt wird, dass aufgrund der niedrigen Zinsen "kein zusätzliches Kapital neben den staatlichen Altersbezügen angespart werden kann". Was hat Sparen mit Rendite zu tun? Wer monatlich z. B. 500 Euro zurücklegt, spart im Jahr 6000 Euro und in 20 Jahren 120.000 Euro, die sich ohne bzw. mit einer nur niedrigen Verzinsung zwar entwerten, aber als Kapital zur Aufstockung einer Rente dann immer noch zur Verfügung stehen. Und wenn sich die Zinsen langfristig wieder erholen, um so besser. Sparen im Sinne von "etwas zurücklegen für spätere/schlechtere Zeiten" kann man auch ohne Renditeerzielung.

Klaus Krämer, per E-Mail

Sparbetrag macht den Unterschied

Fünf führende Banker aus Hamburg beklagen sich über die Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie, die genau ihrer Strategie widerspricht, Personal in der Beratung abzubauen. Dafür, dass eine Kundenberatung kaum noch möglich ist, spricht seit 2016 nichts, vor allem nicht die Umsätze im Immobilienkreditsegment der fünf vertretenen Banken. Und was die Anlagestrategien der Kleinsparer angeht: Natürlich ist die Analyse richtig, dass auch heute noch die Telekom-Volksaktie nachwirkt, aber es macht eben einen Unterschied, ob jemand im Jahr 500 Euro spart, die er für eine kaputte Waschmaschine sofort wieder ausgeben können muss, oder ob ein Geschäftsführer einer Bank überlegt, ob er mit den 5000 Euro, die er übrig hat und auf die Seite legt, auch noch etwas verdient oder in Teilen verliert.

Michael Kohn, per E-Mail

Toilettenmangel in allen Theatern

1./2. April: Wie viele Toiletten braucht ein Wahrzeichen? Besucher der Elbphilharmonie beschweren sich über Mangel an WCs

Vielen Dank für den längst überfälligen Artikel. Ich ärgere mich seit Jahren über mangelnde Damentoiletten in den Theatern. Wichtig zu erwähnen wäre auch noch, dass der prozentuale Anteil der Frauen bei vielen Kulturveranstaltungen höher ist als der der Männer.

Britta Buhbe, per E-Mail

Auf der Plaza fehlen Sitzmöbel

Nicht nur, dass es einen Mangel an Toiletten gibt, was bei den Kosten von 866 Millionen ein Unding ist. Wenn man die Toiletten erreichen will, geht es noch einmal auf und nieder über Treppen und sonstige Hindernisse. Ebenso wurde vergessen, auf der Plaza ein paar einfache Sitzmöbel oder Bänke aufzustellen, damit der Besucher dieser wunderschönen geschwungenen Plattform, wenn er sich vom vielen Schauen und Herumlaufen ausruhen möchte, sich nicht gleich verpflichtet fühlt, die dort ansässige Gas­tronomie aufzusuchen. Kinder und ältere Menschen mit und ohne Behinderung wären sicher sehr dankbar, wenn sie sich zwischendurch auch mal hinsetzen könnten. Eigentlich ist das Ganze für mich nicht neu, habe ich doch selbst erlebt, dass der Architekt eines turmartigen Büroneubaus die Toiletten ganz vergessen hatte und diese dann nachträglich unter großen Schwierigkeiten für die dort tätigen Mitarbeiter unterbringen musste. Auch für die Elbphilharmonie gilt: Nichts ist so gut, als dass es nicht noch verbessert werden könnte.

Gotthard Kalkbrenner, Reinbek

Mautregelung für Europa

1./2. April: Wie viel Maut muss ich zahlen? Der Bundesrat gibt über­ra­schend grünes Licht für die um­strit­tene In­fra­struk­tu­r­ab­gabe

Ich schäme mich für Deutschland gegenüber unseren dänischen, schwedischen und Benelux-Nachbarn. Wenn schon unter dem Strich ausländische Autofahrer bei uns für die Maut aufkommen sollen, hätte man fairerweise jene Länder davon ausnehmen sollen, in denen deutsche Autofahrer ohne Maut allgemeine Straßen benutzen können. Europa ist in vielen Dingen noch weit von einer wirklichen Gemeinschaft entfernt: Sinnvoll und vernünftig wäre eine gemeinsame Mautregelung gewesen, die europaweit für alle gilt.

Peter Lauritzen, Hamburg

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