Cambridge/London

Astronomen sichten "Super-Erde" im Sternbild Walfisch

Cambridge/London. Astronomen haben eine "Super-Erde" bei einem fernen Stern gesichtet, auf der Leben möglich sein könnte. Zwar sind bereits rund 30 derartige Planeten jenseits unseres Sonnensystems bekannt. Bei dem neu entdeckten Himmelskörper bestünden jedoch die besten Aussichten, schon bald nach einer Atmosphäre und darin nach Anzeichen von Leben zu fahnden, schreiben die Entdecker um Jason Dittmann vom US-amerikanischen Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik (CfA) im Fachblatt "2Nature".

"Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist", betont Dittmann in einer Mitteilung seines Instituts. "Wir planen, nach Wasser und letztlich auch nach molekularem Sauerstoff zu suchen." Als "Super-Erde" bezeichnen Astronomen Gesteinsplaneten, die größer sind als die Erde und deutlich mehr Masse besitzen, aber nicht so groß und schwer sind wie der Gasplanet Uranus in unserem Sonnensystem. Der von Dittmann und seinen Kollegen entdeckte Exoplanet kreist um den roten Zwergstern LHS 1140 im Sternbild Walfisch (Cetus), hat einen Durchmesser von etwa 18.000 Kilometern und fast siebenmal so viel Masse wie die Erde.

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