Norderstedt
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Eintracht Norderstedt gewinnt Derby gegen HSV II

Der Norderstedter Mittelfeldakteur David Karg (2. v. l.) lässt sich nach dem Führungstreffer zum 1:0 von seinen Teamkameraden feiern

Foto: Anne Pamperin

Der Norderstedter Mittelfeldakteur David Karg (2. v. l.) lässt sich nach dem Führungstreffer zum 1:0 von seinen Teamkameraden feiern

Die Elf von Trainer Dirk Heyne nutzt ihre Chancen im letzten Regionalliga-Heimspiel der Saison 2016/2017 effektiver als der Gegner.

Norderstedt.  Die Rahmenbedingungen für ein unterhaltsames Nachbarschaftsduell in der Fußball-Regionalliga waren perfekt. Die Frühlingssonne sorgte für angenehme Temperaturen, 1180 Zuschauer für den besten Besuch in dieser Saison im Edmund-Plambeck-Stadion. Und dann taten die Kicker auf dem Rasen auch noch genau das, was sich die Fans von ihnen erhofft hatten: Eintracht Norderstedt sowie das zweite Team des Hamburger SV II lieferten sich einen abwechslungsreichen Schlagabtausch, den die Gastgeber am Ende glücklich mit 3:1 (1:0) für sich entschieden.

Weniger begeistert als das Publikum waren die beiden Trainer. Eintracht-Coach Dirk Heyne, eh nicht als Schönredner bekannt, fasste seinen Unmut nach dem Match in deutliche Worte. "Wir wissen genau, dass das keine gute Leistung war", sagte er, "die Mängelliste in der Halbzeitpause war lang. Ich habe im Prinzip noch einmal genau das wiederholen müssen, was ich vor dem Spiel erzählt habe. Am Ende lag es weniger an uns als am Gegner, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."

Nur zu gern hätte sein Kollege Dirk Kunert ein ähnliches Fazit gezogen. Ihm blieb, abgesehen vom 1:2-Anschlusstreffer durch Jonas Behounek (67.), vor allem der Frust über die schlechte Chancenverwertung seiner Elf, die in der Bemerkung gipfelte: "Wir haben drei Punkte liegen lassen."

Gleich zu Beginn der Partie hätte der Tabellenfünfte ein Zeichen setzen können, aber Adel Daouri traf in der
2. Minute nur den linken Pfosten. Finn Porath mit einem Distanzschuss aus
20 Metern sowie Daouri im Nachsetzen scheiterten kurz darauf am glänzend reagierenden Eintracht-Keeper Johannes Höcker.

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs erarbeiteten sich die Gäste weitere Chancen, doch den ersten Treffer erzielten die Hausherren. Ausgerechnet der in Palma de Mallorca geborene Mittelfeldakteur David Karg, der nach dieser Saison nach Spanien zurückkehren wird, überwand Schlussmann Morten Behrens in seinem letzten Regionalliga-Heimspiel für Eintracht Norderstedt. Mit einem Flachschuss, der nicht unhaltbar schien. Dirk Kunert: "Keine Ahnung, wie gut unser Keeper den Ball sehen konnte. Vielleicht war er auch einfach nur überrascht, denn bis dahin ist nicht viel auf sein Tor gekommen."

Karg war's herzlich egal. Der
24-Jährige bedankte sich nach dem Match bei Eintracht-Präsident Reenald Koch sowie seinen beiden Trainern Thomas Seeliger und Dirk Heyne: "Ich habe hier in den letzten beiden Jahren viel gelernt."

David Karg will sich als Pokalsieger verabschieden

Aber noch ist ja nicht endgültig Schluss: Zunächst steht am 20. Mai das letzte Match der Regionalliga-Serie beim SV Eichede auf dem Programm. "Und verabschieden möchte ich mich mit dem Sieg im Hamburger Oddset-Pokal-Endspiel am 25. Mai." Gegner im Finale ist dann Oberliga-Absteiger
SV Halstenbek-Rellingen.

Doch zurück zum Derby: Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild wie vor der Pause. Der HSV II hatte weiter hochkarätige Möglichkeiten – unter anderem semmelte Dennis Strompen einen von Jordan Brown an Tatsuya Ito verursachten Strafstoß über die Latte (50.) –, die Eintracht agierte wesentlich effektiver. Philipp Koch machte das 2:0 (66.), der eingewechselte Ante-Akira Kutschke per Kopf das 3:1 (88.)...

Eintracht Norderstedt – HSV II 3:1 (1:0).
Tore: 1:0 David Karg (45.), 2:0 Philipp Koch (66.), 2:1 Jonas Behounek (67.), 3:1 Ante-Akira Kutschke (88.).
Zuschauer: 1180.
Eintracht Norderstedt: Höcker – Brown, Bojadgian, Mandic, Lindener (86. Kutschke)– Choi, Koch, Karg, Drinkuth (74. Rose) – Lüneburg, Zekjiri (46. Meyer).


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