Braunschweig/Hamburg

HSV-Handballer schlagen Tür zum Aufstieg selber zu

Drittligamänner blamieren sich beim 24:28 in Braunschweig wieder einmal auswärts

Braunschweig/Hamburg. Wie gewonnen, so zerronnen: Die HSV-Handballer haben die von Trainer Jens Häusler vielzitierte Tür zur Aufstiegsrunde, die sie sich mit ihrem 29:27-Derbysieg gegen die HSG NordHU geöffnet hatten, am Sonnabend selbst wieder zugeschlagen. Beim abstiegsbedrohten MTV Braunschweig in der Sporthalle "Alte Waage" blamierte sich der HSV in der Dritten Liga Nord mit 24:28 (12:11). Wieder mal taten sich die Hamburger auswärts schwer und kassierten nach den Gastspielen in Altjührden (33:34) und beim SC Magdeburg II (30:31) schon die dritte Niederlage gegen ein Team aus dem Tabellenkeller.

Braunschweigs Coach Volker Mudrow war "hochzufrieden und glücklich" mit dem unverhofften Sieg über "den großen HSV", Hamburgs Trainer Häusler dagegen bedient: "Der Blick auf die Oberliga hat offensichtlich mehr Kräfte freigesetzt als der Blick auf die Zweite Liga. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen und zu keinem Zeitpunkt der Partie Sicherheit gefunden." Überzeugen konnten in den Reihen der jungen (und noch zu unerfahrenen?) Hamburger diesmal lediglich der Rückraum-Linke Jan Torben Ehlers als bester Werfer (sieben Tore) und Keeper Justin Rundt (sieben Paraden).

Im Fernduell mit der HSG NordHU um Tabellenplatz zwei fiel am achtletzten Spieltag womöglich schon die Vorentscheidung. Die routinierte Spielgemeinschaft siegte am Sonntag erwartungsgemäß gegen den VfL Fredenbeck mit 34:25 und weist nun wieder zwei Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten HSV auf. Weil HU dank des 36:26-Hinrundenerfolgs gegen Hamburg den direkten Vergleich gewann, der bei Punktegleichstand den Ausschlag gäbe, müsste der HSV also noch drei Punkte mehr holen als der Lokalrivale, um das Relegationsturnier mit den drei anderen Staffelzweiten noch zu erreichen. Das Restprogramm des HSV hat es in sich – mit einem Heimspiel gegen Spitzenreiter Altenholz (31. März) und den schweren Auswärtspartien in Bernburg (8. April) und Schwerin (30. April).

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