Fußball-Ticker

Rummenigge tobt nach Wechselgerücht um Kimmich

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Rummenigge dementiert Kimmich-Wechsel

Empört hat Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, am Dienstag auf einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung" reagiert, wonach Joshua Kimmich den FC Bayern München am Ende der laufenden Saison verlassen wird. Die Zeitung hatte am Dienstag berichtet, Kimmich sei unzufrieden und habe auf einen Wechsel gedrängt. Im Gespräch soll demnach ein Wechsel zu seinem Ex-Club RB Leipzig oder Manchester City sein.

"Das ist eine ungeheuerliche Falschmeldung", so Rummenigge in einer schriftlichen Mitteilung des Vereins. "Diese Geschichte entbehrt jeglicher Grundlage. Joshua Kimmich hat beim FC Bayern einen Vertrag bis 2020 und wird definitiv auch in der kommenden Saison für den FC Bayern spielen." Der FC Bayern München habe umgehend rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung eingeleitet, heißt es weiter.

Guardiola dankbar für zweite Chance

Nach einer Saison ohne Titel zeigt sich Trainer Pep Guardiola froh über seine zweite Chance bei Manchester City. "Clubs wie der FC Bayern München oder der FC Barcelona schmeißen dich raus, wenn du ein halbes Jahr keinen Erfolg hast", sagte der 46-jährige Spanier vor Journalisten. "Hier hat man mir eine zweite Chance gegeben." Er sei glücklich über das Vertrauen.

Für Guardiola und seinen Club verlief die Spielzeit enttäuschend. Erstmals in seiner Trainerkarriere blieb der frühere Bayern-Coach in einer Saison komplett ohne Titel. Er trainiert seit einem Jahr das Premier-League-Team von Manchester City. Zuvor war er Coach der Bayern (2013–2016) und des FC Barcelona (2008–2012).

Stars unter Steuerflucht-Verdacht

Die spanische Staatsanwaltschaft klagt gegen Radamel Falcao (AS Monaco) und Fabio Coentrão (Real Madrid) wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung. Zwischen 2012 und 2014 sollen der kolumbianische Stürmer und der portugiesische Linksverteidiger zusammen etwa sieben Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Dazu seien unter anderem Firmen auf den Jungferninseln, in Panama und in Irland benutzt worden, berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf die zuständige Steuerbehörde in Madrid.

Falcao, der von 2011 bis 2013 bei Atlético Madrid spielte, soll demnach knapp 5,7 Millionen Euro an Steuergeldern hinterzogen haben. Coentrão, der seit 2011 beim Rekordmeister Real Madrid spielt, soll 1,3 Millionen Euro nicht angegeben haben. Eine Reaktion der Clubs oder der Spieler gab es zunächst nicht.

Unmoralisches Angebot für Aubameyang

Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang von Pokalfinalist Borussia Dortmund könnte zum bestbezahlten Fußballer der Welt werden. Laut einem übereinstimmenden Bericht von "France Football" und "L'Équipe" bietet der chinesische Erstligist Tianjin Quanjian dem Gabuner ein Jahresgehalt von 50 Millionen Euro. Als Ablösesumme für Aubameyang sind angeblich 80 Millionen Euro im Gespräch.

Der 27-Jährige besitzt beim BVB noch einen Vertrag bis 2020. Zuletzt war Aubameyang auch mit dem französischen Topclub Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht worden.

Nach Trainerkritik: FFC stellt Nietgen frei

Nach einer öffentlichen Trainerkritik ist Peggy Nietgen vom 1. FFC Frankfurt bis zum Ablauf ihres Vertrages am Saisonende freigestellt worden. "Die Vereinbarung soll den Weg für einen respektvollen Abschluss der langjährigen und sehr erfolgreichen Zusammenarbeit freimachen", erklärte FFC-Manager Siegfried Dietrich am Dienstag nach einem Gespräch mit der 30 Jahre alten Abwehrspielerin und ihrem Berater Dietmar Ness.

Nietgen, die unter ihrem Mädchennamen Kuznik zweimal die deutsche Meisterschaft, viermal den DFB-Pokal und einmal die Champions League gewann, hatte in einem Interview der "Bild"-Zeitung schwere Vorwürfe gegen den Bundesligaverein erhoben. "Ich wurde hier vom Trainerteam gemobbt", sagte Nietgen. "Das Trainerteam ist eine Frechheit." Ob Nietgen, die 2013 vom VfL Wolfsburg nach Frankfurt kam, im Sommer den Verein wechselt oder ihre Karriere beendet, ist offen.

Favre zum BVB? Nizza zurückhaltend

Lucien Favre will die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von OGC Nizza zu Borussia Dortmund als Nachfolger von Trainer Thomas Tuchel weiter nicht kommentieren. "Ich will nicht darüber reden", sagte der 59-Jährige am Dienstag bei einem Empfang nach dem dritten Rang in der französischen Ligue 1.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass sich der BVB mit dem ehemaligen Coach von Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach weitgehend einig sei. Der Schweizer könnte demnach einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison erhalten. "Die Bundesliga ist attraktiv, die Stadien sind immer voll", sagte Favre zuletzt beim "Sportbuzzer-Fantalk 3.0".

OGC Nizza hat auf die Spekulation zurückhaltend reagiert. Dortmund habe Nizza nicht kontaktiert, sagte Vereinspräsident Jean-Pierre Rivère am Dienstag. Favre habe auch nicht angekündigt, dass er gehen wolle. Falls der Club von der Ruhr trotzdem interessiert sei, "könnte es möglicherweise Gespräche geben", fügte der Chef des Vereins hinzu.

Khedira verpasst Pokalfinale und Papstaudienz

Der verletzte Nationalspieler Sami Khedira hat vor dem italienischen Pokalfinale zwischen Juventus Turin und Gegner Lazio Rom die Audienz mit Papst Franziskus verpasst. Er sei nicht in Rom dabei gewesen, weil er ein spezielles Training mache, sagte eine Juventus-Sprecherin am Dienstag. Khedira werde sowohl beim Finale diesen Mittwoch ausfallen als auch im Serie-A-Spiel gegen Crotone am kommenden Sonntag. Der 30-Jährige hatte sich im Halbfinal-Rückspiel in der Champions League eine Oberschenkelverletzung zugezogen.

Danach hatte Khedira erklärt, es sei nichts Ernstes und er werde bald wieder fit sein. Am 3. Juni spielt Juventus im Champions League-Finale gegen Real Madrid. Am Wochenende könnten die Turiner auch vorzeitig die sechste Meisterschaft in Serie perfekt machen.

Papst Franziskus hatte die Mannschaften von Juve und Lazio am Dienstag zu einer Audienz empfangen. "Angesichts der Faszination, die der professionelle Fußball auf die Menschen hat, vor allem auf die jungen, habt ihr eine besondere Verantwortung", sagte der 80-Jährige. Er wünsche sich, dass jeder ein Beispiel für Aufrichtigkeit und Menschlichkeit sei.

Mönchengladbach ohne vier

Ohne die Profis Ibrahima Traoré, Julian Korb, Andreas Christensen und Nico Elvedi hat Borussia Mönchengladbach die Vorbereitung auf das letzte Saisonspiel aufgenommen. Traoré und Korb fehlten nach Clubangaben am Dienstag im Training, weil sie erkrankt sind. Christensen und Elvedi klagten über Rückenbeschwerden und absolvierten individuelle Einheiten im Kraftraum.

Weltmeister Christoph Kramer musste das Training wegen Adduktorenproblemen nach einer halben Stunde abbrechen. Bei ihm soll eine Untersuchung Klarheit schaffen, ob er am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Saisonfinale gegen den Tabellenletzten Darmstadt 98 zur Verfügung steht.

Meier und Vallejo zurück im Training

Eintracht Frankfurt darf im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund auf den Einsatz von Kapitän Alexander Meier und Innenverteidiger Jesús Vallejo hoffen. Das Duo ist nach mehrwöchiger Verletzungspause am Dienstag ins Training der Hessen zurückgekehrt und könnte beim letzten Saisonspiel in der Bundesliga am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig erstmals wieder auf der Bank sitzen. Das Endspiel um den DFB-Pokal gegen den BVB steigt am 27. Mai in Berlin.

Bundesanwaltschaft gibt Ermittlungen zum Dortmunder Anschlag ab

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Anschlages auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund an die Staatsanwaltschaft Dortmund abgegeben. "Die bisherigen Ermittlungen haben keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund des Anschlags ergeben", hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Begründung.

Die Ermittlungen waren von der Bundesanwaltschaft übernommen worden, weil am Tatort drei Bekennerschreiben aufgefunden worden waren. Darin wird ein radikal-islamistisches Tatmotiv behauptet. Die weiteren Ermittlungen haben hierfür jedoch keinerlei Belege geliefert. "Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Anschlag von dem dringend Tatverdächtigen Sergej W. allein aus monetären Interessen verübt worden ist", teilte die Bundesanwaltschaft mit: "Vor diesem Hintergrund fehlt es an einem Staatsschutzdelikt von besonderer Bedeutung."

Ter Stegen traut sich

Marc-André ter Stegen (25), Nationaltorwart in Diensten des FC Barcelona, hat am Montag seine Freundin Daniela geheiratet. Das berichtet die spanische Zeitung "El Mundo Deportivo". Die Eheschließung fand offensichtlich in Barcelonas Stadtteil Sitges statt. Eine Hochzeit im größeren Rahmen soll laut Bild im Sommer in Deutschland folgen, seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar.

45 Bundesligaspiele noch ohne TV-Präsenz

Die Liveübertragung im Bezahlfernsehen von 45 Bundesligaspielen in der Saison 2017/18 ist derzeit nicht gesichert. Verantwortliche des Senders Eurosport sagten am Dienstag bei der Präsentation ihres künftigen Programms, dass sie noch keine Vereinbarung mit sogenannten Distributoren getroffen hätten.

Nach derzeitigem Stand wären 30 Freitagabend-Spiele, die jeweils fünf Spiele am frühen Sonntagnachmittag (13.30 Uhr) sowie am Montagabend und die Relegationsspiele nur über einen Livestream beim Eurosport Player zu sehen.

"Wir waren uns bewusst, dass das keine leichten Verhandlungen sein werden", sagte Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Eurosport. Die Ideallösung wäre eine Vereinbarung mit Sky und eine Verbreitung unter anderem über dessen Decoder.

Nach Angaben von Aigner-Drews ist der Dialog mit dem Konkurrenten, der die Rechte an den restlichen Liveübertragungen hält, seit einigen Wochen eingeschlafen. Erstes Livespiel von Eurosport wäre im August der Supercup. Das Bundesliga-Angebot werde aber auf jeden Fall über den kostenpflichtigen Eurosport Player zu sehen sein, betonte Aigner-Drews.

Große Ehre für Marozsan

Die deutsche Olympiasiegerin Dzsenifer Marozsan und der Uruguayer Edinson Cavani sind in Frankreich zu den Fußballern des Jahres gewählt worden. DFB-Kapitänin Marozsan war zur laufenden Saison vom 1. FFC Frankfurt zu Olympique Lyon gewechselt und steht mit ihrer Mannschaft schon vor dem Saisonende als französischer Meister fest. Zudem hat Lyon als Titelverteidiger erneut das Finale der Champions League erreicht.

Cavani, Teamkollege von Weltmeister Julian Draxler und Torhüter Kevin Trapp beim FC Paris Saint-Germain, erzielte in der noch laufenden Saison bereits 35 Treffer in der Ligue 1. Damit führt der 30-Jährige die Torjägerliste unangefochten vor Alexandre Lacazette von Olympique Lyon (26) an.

1860 München geht in Klausur

1860 München zieht im Abstiegskampf der Zweiten Bundesliga den letzten Strohhalm: Die Löwen beziehen kurzfristig am Dienstagabend in Bad Wörishofen im Allgäu ein Trainingslager, um sich auf die Auswärtspartie am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Heidenheim intensiv vorzubereiten. 1860 belegt vor dem Saisonfinale punktgleich mit Arminia Bielefeld (beide 36) den Relegationsplatz. Vor dem direkten Abstiegsplatz, den Würzburg belegt, hat das Team von Trainer Vitor Pereira aber auch nur zwei Zähler Vorsprung.

Präsident Peter Cassalette befindet sich nach dem jüngsten 1:2 gegen Bochum noch immer "in leichtem Schockzustand. Es herrscht Alarmstufe eins", sagte er im Interview mit dem "Münchner Merkur". Man könne jetzt nur hoffen, "dass die Mannschaft mit der richtigen Einstellung aufläuft. Vor allem die Einstellung ist wichtig. Und da ist eben der Trainer gefordert".

Werder ohne García nach Dortmund, Junuzovic neuer Kapitän

Werder Bremen muss im letzten Saisonspiel bei Borussia Dortmund am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) auf Außenverteidiger Santiago García verzichten. Der Argentinier hat sich einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen, wie Werder-Coach Alexander Nouri am Dienstag bekanntgab. García hatte damit am vergangenen Sonnabend beim 3:5 gegen Hoffenheim seinen letzten Einsatz im grün-weißen Trikot. Der Südamerikaner wird Werder nach der Saison verlassen.

Eine wichtige Rolle wird dagegen weiter Zlatko Junuzovic spielen. Wie Nouri erklärte, soll der Österreicher das Bremer Team in der neuen Saison als Kapitän anführen. Junuzovic tritt die Nachfolge von Clemens Fritz an, der seine Karriere nach dieser Spielzeit beendet. Schon in den vergangenen Wochen hatte Junuzovic die Rolle als Kapitän übernommen, da Fritz verletzt fehlte.

Verstärkt wird die Mannschaft nächste Saison von Jerôme Gondorf. Der Mittelfeldspieler kommt von Absteiger Darmstadt 98 und ist damit der zweite Neuzugang für die kommende Spielzeit nach dem schwedischen Linksverteidiger Ludwig Augustinsson vom FC Kopenhagen. Über die Ablösesumme und die Vertragslaufzeit machten die Bremer keine Angaben.

Manchester United erwartet Rekordumsatz

Manchester United hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 560 bis 570 Millionen Pfund angehoben. Bisher hatte der Traditionsclub nur 530 bis 540 Millionen Pfund in Aussicht gestellt. Dank neuer TV-Verträge für die englische Premier League kletterten die Erlöse im abgelaufenen Quartal um gut drei Prozent auf 127,2 Millionen Pfund.

"Wir sehen einem starken Finish 2016/17 entgegen, auf dem Platz und auch sonst", sagte der stellvertretende Clubchef Ed Woodward. Manchester United trifft nächste Woche im Finale der Europa League auf Ajax Amsterdam. Bei einem Sieg wäre ein Startplatz in der noch lukrativeren Champions League in der nächsten Saison sicher. In der Premier League schwächelt ManU, liegt hier momentan nur auf dem sechsten Rang.

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