Formel 1

"Iceman" Räikkönen stiehlt Vettel mit Panne die Show

Ein "Iceman" in der Wüste: Kimi Räikkönen in Sakhir

Foto: Imago/LAT Photographic

Ein "Iceman" in der Wüste: Kimi Räikkönen in Sakhir

Ferrari-Pilot scheidet beim Training für den Großen Preis von Bahrain aus, bleibt aber cool. Vettel deutlich schneller als Hamilton.

Sakhir. Ferrari-Star Sebastian Vettel (Heppenheim) hat im ersten freien Training zum Großen Preis von Bahrain am Ostersonntag (17.00 Uhr/RTL und Sky) seine Topform unterstrichen. Der 29-Jährige fuhr bei 37 Grad in der Wüste von Sakhir in 1:32,697 Minuten die mit Abstand beste Zeit. Dahinter landeten auf dem 5,412 km langen Kurs die Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo (1:33,097/Australien) und Max Verstappen (1:33,566/Niederlande).

Lewis Hamilton (Großbritannien) ließ es im Mercedes zunächst noch ruhig angehen. Der 32-Jährige wurde in 1:34,636 Minuten Zehnter. Im Kampf um die WM liegen Vettel und Hamilton nach zwei Rennen mit jeweils 43 Punkten gleichauf. Valtteri Bottas wurde im zweiten Silberpfeil 14.

Räikkönen als "Iceman" nach Motorschaden

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen (37, Finnland) schied nach einem Motorschaden früh aus und landete damit auf dem letzten Platz. Wegen Überhitzung im Bereich des Turboladers blieb sein Ferrari rauchend stehen.

Anschließend stapfte Räikkönen im roten Overall über Sand und Gestein, querfeldein. Dann wurde er von einem roten Roller ins Fahrerlager gebracht. Den Helm behielt er dabei die ganze Zeit auf. Einem echten "Iceman" machen auch fast 40 Grad offensichtlich nichts aus.

Wehrlein muss bei Comeback kämpfen

Pascal Wehrlein (Worndorf) hatte bei seinem Comeback nach Verletzungspause noch zu kämpfen, der 22-Jährige musste sich mit Rang 18 (1:35,959) begnügen. Nico Hülkenberg (29, Emmerich) landete in seinem Renault auf Platz zwölf (1:34,927).

Die Zeiten vom ersten freien Training haben allerdings nur wenig Aussagekraft, da das Rennen unter völlig anderen Bedingungen gefahren wird - der Start erfolgt nach Sonnenuntergang.

Button kehrt für Monaco-Rennen zurück

Unterdessen wurde am Freitag bekannt, dass Ex-Weltmeister Jenson Button (Großbritannien) in diesem Jahr ein einmaliges Formel-1-Comeback feiern wird. Der 37-Jährige ersetzt beim Großen Preis von Monaco am 28. Mai Fernando Alonso im McLaren-Honda. Alonso wird an diesem Tag bei den legendären Indy 500 in Indianapolis an den Start gehen.

"Ich bin begeistert, einmalig für ein Formel-1-Rennen zurückzukehren", sagte Button, der seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet hatte, aber weiter bei McLaren unter Vertrag steht: "Und ich könnte mir keinen besseren Ort für diese Rückkehr vorstellen als meinen zweiten Heim-Grand-Prix: Monaco."

Button hat sich mit Triathlon fitgehalten

Button hat das prestigeträchtige Rennen im Fürstentum einmal gewonnen, in der Saison 2009 wurde er zudem Weltmeister. Button wird in Monaco Teamkollege von McLaren-Stammpilot Stoffel Vandoorne (Belgien).

Button wird in Monaco aller Voraussicht nach ohne einen einzigen Testkilometer in den unter dem veränderten Reglement völlig neu entwickelten McLaren steigen. Bei den Testfahrten in Bahrain kommende Woche werden Vandoorne und Oliver Turvey im Einsatz sein. Doch Button fühlt sich fit: "Ich habe sehr viel Triathlon-Training absolviert, darüber mache ich mir also keine Sorgen." Theoretisch könnte Button auch Alonso oder Vandoorne in einem freien Training am Freitag vor einem Rennen ersetzen, um Erfahrungen zu sammeln.

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