Hamburg

Junge Läufer läuten das Marathon-Wochenende ein

Norddeutschlands gößter Kinder- und Jugendlauf geht über ein Zehntel der Marathoninstanz (4,2195 km)

Foto: Andreas Laible

Norddeutschlands gößter Kinder- und Jugendlauf geht über ein Zehntel der Marathoninstanz (4,2195 km)

Bei wechselhaftem Wetter laufen die Schüler 4,2195 Kilometer, ein Zehntel eines normalen Marathons.

Hamburg.  Die Kleinen haben an diesem Sonnabendvormittag vorgemacht, was die Großen noch vor sich haben: Sie liefen bei wechselhaftem Wetter den Mini-Marathon "Das Zehntel" rund um das Messegelände. 9000 Schüler haben sich angemeldet, um die 4,2195-Kilometer-Strecke, das Zehntel eines normalen Marathons, zu laufen. 7250 Kinder traten letztendlich an.

"Mir kam das viel kürzer vor", berichtete Mona nach dem Lauf stolz. Eine Medaille baumelte um ihren Hals. Jonah war noch ein wenig aus der Puste. Doch auch er hat "Das Zehntel" gemeistert. Schließlich ist er vom Fußball- und Schwimmunterricht gut trainiert. Die beiden Neunjährigen nahmen am ersten Lauf an diesem Vormittag teil. Erstmals starteten die Schüler gestaffelt in drei Kategorien. Die beiden Läufe der Grundschulen begannen um 8.30 Uhr und um 11 Uhr, der Start der weiterführenden Schulen und des Special Olympics Hamburg e.V. um 13.30 Uhr. Schulsenator Ties Rabe nahm in diesem Jahr zum ersten Mal die Siegerehrung vor.

"Es geht nicht um Leistung"

Die Sportlehrerin Maria Schimanski ging gleich mit 105 Kindern an den Start. Zweimal in der Woche haben sie für den Lauf trainiert, noch vor der ersten Schulstunde drehten sie ihre Runden auf dem Gelände der Katholischen Schule St. Paulus in Billstedt . "Es geht nicht um die Leistung, sondern darum, Freunde zu finden und sich sportlich zu verhalten", sagte Schimanski. Merle nickte zustimmend. Die Zehnjährige war bereits zum zweiten Mal beim Zehntel dabei. Die Startnummer 6444 hing, mit Sicherheitsnadeln befestigt, an ihrem knallorangefarbenen Laufshirt.

Auch Magnus trug, wie alle Schüler von Frau Schimanski, dieses auffällige Shirt. Seine beiden Brüder liefen bei dem Lauf der weiterführenden Schulen. "Wenn man am Fernsehturm vorbeiläuft, das macht Spaß", sagte er und sprach damit aus, worum es wohl den meisten der jungen Läufer an diesem Vormittag ging: um den Spaß am Laufen.

Das Wetter war nicht optimal

"Das war ein Auftakt nach Maß", findet auch Reinald Achilles, Presseprecher der Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH. Nur das Wetter sei ein Faktor gewesen, der nicht optimal gewesen sei. Bis auf einige Regenschauer blieben die Läufer jedoch zum Glück größtenteils trocken.

Ergebnisse: Schnellste Läufer der beiden Grundschul-Läufe waren Sarah Damm von der Schule Kielortallee in Eimsbüttel (17 Minuten und 23 Sekunden) und Vincent Hopf vom Leichtathleten-Verband LG Wedel-Pinneberg (16 Minuten und 53 Sekunden). Den Lauf der weiterführenden Schulen führten Lisa Hausdorf von der Athletik-Gemeinschaft Hamburg West (15 Minuten und 40 Sekunden) und Ole Grot vom TSG Bergedorf Leichtathletik (13 Minuten und 57 Sekunden) an. In der Kategorie Special Olympics erreichten Torben Poddig (30 Minuten und 32 Sekunden) und Marion Böpel (37 Minuten und 51 Sekunden) als erste das Ziel.

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