Studie

Lob stachelt vor allem jene an, die es nicht bekommen

Eigentlich soll Lob für Schüler oder Mitarbeiter ja zu noch besseren Leistungen anspornen. Laut einer neuen Studie treibt die Anerkennung aber vor allem an, die sie nicht bekommen haben (Symbolbild).

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Eigentlich soll Lob für Schüler oder Mitarbeiter ja zu noch besseren Leistungen anspornen. Laut einer neuen Studie treibt die Anerkennung aber vor allem an, die sie nicht bekommen haben (Symbolbild).

Wer gelobt wird, ruht sich offenbar erstmal auf seinen Lorbeeren aus. Motiviert werden andere. Das zeigt eine Studie der Uni Konstanz.

Konstanz.  Egal ob Chef, Professor oder Lehrer – wer seine Mitarbeiter oder Schüler lobt, will sie normalerweise zu noch besseren Leistungen antreiben. Tatsächlich spornt ein Lob aber vor allem jene an, die nicht gelobt wurden. Das jedenfalls legt eine neue Studie der Universität Konstanz nah.

Für die Untersuchung wurden die 100 besten von 300 niederländischen Studenten unerwartet für ihre guten Klausurnoten gelobt. In der folgenden Klausur steigerten diese 30 Prozent ihre Leistung nicht mehr als andere. Dafür schnitten die Studierenden, deren Leistung knapp unter derjenigen der besten 100 gelegen hatte, deutlich besser ab. Sie hatten sich offenbar mehr angestrengt, um beim nächsten Mal auch zu den besten zu zählen. (dpa)

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