HAmburg

Hamburger Firmen optimistisch

Konjunkturumfrage der Handelskammer. Tausende Praktika für Flüchtlinge

HAmburg. Hamburgs Unternehmen blicken trotz der weltweiten politischen und ökonomischen Turbulenzen optimistisch in die Zukunft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturumfrage der Handelskammer. Zum Ende des ersten Quartals 2017 hat sich danach der Geschäftsklimaindex der Hamburger Wirtschaft im Vergleich zur Befragung vor drei Monaten um 3,7 auf 115,8 Punkte erhöht. Besonders optimistisch sind Immobilienfirmen (133,2 Punkte), sonstige Dienstleister (129,2 Punkte) sowie Unternehmen aus der Medienbranche und der Informationstechnologie (125,6 Punkte).

"Die konjunkturellen Aussichten für Hamburg sind weiter günstig, werden jedoch von strukturellen Veränderungen begleitet, die mittelfristig negativ auf das Wachstumspotenzial der Hamburger Wirtschaft wirken können", sagte der Direktor des Forschungsinstituts HWWI, Henning Vöpel. Auch die möglichen protektionistischen Maßnahmen der USA verunsichern die Hamburger Firmenchefs nicht. 30,2 Prozent der Befragten rechnen mit höheren, nur 9,2 Prozent mit geringeren Ausfuhren. Als größte Geschäftsrisiken sehen die Firmen ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, den Fachkräftemangel, eine nachlassende Inlandsnachfrage und zu hohe Arbeitskosten.

Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz zog außerdem eine Bilanz des eigenen Plans der Handelskammer zur Integration von Flüchtlingen: Die Firmen hätten bei mehreren Veranstaltungen rund 1.400 Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze angeboten. Weitere 1.000 Praktika habe die Hamburger Wirtschaft auf Vermittlung der Kammer für das Ausbildungsvorbereitungsprogramm für Mi­granten zur Verfügung gestellt.