Geschichte

Gedenken an Todesmärsche des KZ Sachsenhausen

Die Todesmarsch-Gedenkstätte im Belower Wald bei Wittstock.

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Die Todesmarsch-Gedenkstätte im Belower Wald bei Wittstock.

Wittstock. Im Belower Wald bei Wittstock/Dosse im Kreis Ostprignitz-Ruppin ist am Freitag der Todesmärsche von KZ-Häftlingen gedacht worden. "Im Belower Wald lagerten kurz vor Kriegsende auf einem Todesmarsch Tausende KZ-Häftlinge unter unwürdigsten Bedingungen, viele von ihnen starben. Hier wird besonders augenscheinlich, von welchem unbarmherzigen, menschenverachtenden System Deutschland 1945 befreit wurde", sagte Brandenburgs Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil (parteilos) in einem Grußwort.

Bei der Veranstaltung war neben einer Kranzniederlegung auch ein Zeitzeugengespräch mit einem Überlebenden geplant. Im Belower Wald an der Landesgrenze Brandenburgs zu Mecklenburg kreuzten sich mehrere Routen und so waren dort zeitweise bis zu 16 000 Häftlinge.

Beim Heranrücken der Roten Armee hatte die SS am 21. April 1945 mehr als 30 000 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg (Oberhavel) auf Märsche in Richtung Nordwesten getrieben. Mehr als 1000 Menschen starben unterwegs oder wurden von der SS erschossen. An diesem Sonntag wird in Sachsenhausen der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee vor 72 Jahren gedacht.

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