Geschichte

Umstrittene Straßennamen aus DDR-Zeit

Ein Straßenschild "Ernst-Thälmann-Straße".

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Ein Straßenschild "Ernst-Thälmann-Straße".

Schwerin. Straßennamen aus DDR-Zeit gibt es trotz einer großen Umbenennungswelle Anfang der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern immer noch. Wilhelm-Pieck-Straßen, die an den ersten Präsidenten der DDR erinnern, existieren zum Beispiel in Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), Malchow und Krakow am See. Eine Leninstraße hat sich in Parchim erhalten, ein Marx-Engels-Platz in Mestlin (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Am häufigsten aber sind Ernst-Thälmann-Straßen. Von Altwarp bis Vellahn findet sich der KPD-Führer, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde und nach dem die Pionierorganisation der DDR benannt war, auf vielen Straßenschildern. Martin Klähn von der Vereinigung Politische Memoriale Mecklenburg-Vorpommern sagte, er sei nicht der Meinung, dass heute noch Straßen und Plätze nach Thälmann benannt sein sollten. Thälmann sei Stalinist gewesen.

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