Pinneberg
Schenefeld

Pflanzen sollen die Kita-Luft verbessern

Da Luftbefeuchter und Zimmerbrunnen aufgrund der Verkeimung nicht in Frage kämen, werde nun kurzfristig der Versuch mit Zimmerpflanzen unternommen

Foto: Lisa Krassuski / dpa

Da Luftbefeuchter und Zimmerbrunnen aufgrund der Verkeimung nicht in Frage kämen, werde nun kurzfristig der Versuch mit Zimmerpflanzen unternommen

Nach mehreren Krankheitsfällen in der Schenefelder Einrichtung Biene Sonnenstrahl wird jetzt die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Schenefeld.  Zimmerpflanzen für die Schenefelder Kita Biene Sonnenstrahl: Mit dieser Maßnahme soll die Luftfeuchtigkeit in den Räumen der Einrichtung an der Lindenallee erhöht werden. Darauf haben sich die Stadt und der Betreiber, das Heilpädagogische Förderzentrum Friedrichshulde, geeinigt. Wie Andreas Bothing, Leiter des Fachdienstes Bauen im Rathaus, am Donnerstagabend während der Bauausschusssitzung bekanntgab, wird sich die Stadt an den Kosten für die Pflanzen beteiligen.

Nutzer des vor zwei Jahren eröffneten Gebäudes hatten Anfang des Jahres über Atemwegsreizungen, tränende Augen oder teilweise auch Kopfschmerzen geklagt. Symptome, die bereits im Winter 2015/2016 bei Kindern und auch Erziehern aufgetreten waren. Weil sich im Februar gleichzeitig mehrere Mitarbeiter krank meldeten, konnte für einige Tage nur ein Notbetrieb erfolgen.

Die Stadt ließ im Februar das Umweltbüro Wartig aus Hamburg umfangreiche Expertisen vornehmen, deren Ergebnisse inzwischen vorliegen. "Wir haben die Raumluft auf flüchtige organische Verbindungen untersuchen lassen. Alle Richtwerte wurden deutlich unterschritten, sodass laut dem Gutachter keine Gesundheitsgefährdung von dem Gebäude ausgeht", so Bothing.

Auch die CO2-Werte in der Luft ließen keine Gesundheitsgefahr erkennen, so Bothing weiter. Die Lüftungsanlage könne weiter mit den bisherigen Einstellungen betrieben werden, zusätzlich solle bei Bedarf manuell gelüftet werden. Das Umweltbüro habe im Februar die Luftfeuchtigkeit gemessen sowie die im November, Dezember und Januar erhobenen Werte des Betreibers ausgewertet und sehe keinen Handlungsbedarf. "Der Betreiber hält demgegenüber eine dauerhaft höhere Luftfeuchtigkeit für sinnvoll", so Bothing weiter.

Da Luftbefeuchter und Zimmerbrunnen aufgrund der Verkeimung nicht in Frage kämen, werde nun kurzfristig der Versuch mit Zimmerpflanzen unternommen.

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