Pinneberg
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Der neue Jugendtreff soll 2018 eröffnen

Pinneberger Eltern haben lange für den Bau des Jugendtreffs gekämpft – letztlich mit Erfolg

Foto: Amber Schärfe / HA

Pinneberger Eltern haben lange für den Bau des Jugendtreffs gekämpft – letztlich mit Erfolg

Zeitplan für den 360.000 Euro teuren, neuen "Komet" wurde überarbeitet. Baubeginn ist nun für den Herbst 2017 geplant.

Pinneberg.  Schluss mit zugigen Containern, Raumnot und katastrophalen Sanitärbedingungen: Pinneberg bekommt ein neues Jugendzentrum. Im Süden der Kreisstadt sollen 200 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Noch im zweiten Quartal 2017 soll der Bauantrag auf den Weg gebracht werden. 360.000 Euro lässt sich die Kreisstadt ihren neuen Jugendtreff "Komet" kosten.

Den Politikern wird während der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Jugend ein Zeitplan des beauftragten Architekten vorgelegt. Und der birgt eine Überraschung: War ursprünglich geplant worden, das neue Jugendzentrum in zwei Bauschritten zu realisieren, soll nun in einem Rutsch durchgebaut werden. Eröffnen wird die Einrichtung demnach im Frühjahr 2018. Offen ist noch, ob der "Komet" ein Holzhaus wird oder ob auf eine Massivbauweise gesetzt wird.

Jahrelang hatten Eltern für den Neubau des Jugendtreffs im Stadtteil Eggerstedt gekämpft und die schlechten Bedingungen für Kinder und dort beschäftigte Sozialarbeiter angeprangert. Das Containerdorf platzt aus allen Nähten, vernünftigen Schallschutz gibt es nicht. Gespielt wird in trockener Heizungsluft, wie sie in derartigen Metallbehältern nicht zu vermeiden ist. Die Jungen und Mädchen teilen sich winzige Klos. Pädagogen führen Eltergespräche bei anhaltendem Lärm.

Bereits Anfang 2016 hatten Pinnebergs Politiker auf Antrag der CDU ein Zeichen gesetzt, um das seit nunmehr 18 Jahren andauernde Provisorium in der Straße An der Raa zu beenden. Seinerzeit waren zunächst 170.000 Euro bereitgestellt worden. Zunächst war nur von einer Erweiterung um 100 Quadratmeter ausgegangen worden. Einige der sieben baufälligen Container sollten also stehenbleiben.

Ende 2016 hatte die Ratsversammlung dann Abstand von dieser halbherzigen Lösung genommen. Vielmehr wurde beschlossen, sämtliche Baucontainer zu verschrotten. Weitere 20.000 Euro stellten die Volksvertreter für die Planung bereit, noch einmal 170.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt im Jahr 2018.

"Wir haben nun festgestellt, dass es sinnvoll ist, den Bau in einem Stück zu verwirklichen", sagt Heiner Koch, der sich als Fachbereichsleiter im Pinneberger Rathaus um das Thema kümmert. Nur so sei für das zur Verfügung gestellte Geld das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Mit dem Team des "Komet" sei das abgestimmt. Sozialpädagoge Saim Cetinkaya, der den Jugendtreff seit 18 Jahren leitet, habe bei Abstimmungsgesprächen stets mit am Tisch gesessen. Für die Bauzeit könne laut Koch die nahe Grund- und Gemeinschaftsschule als Ausweichstandort herhalten. Um den nahen Bolzplatz werde man sich kümmern, wenn der "Komet" stehe und die Baufahrzeuge abgerückt seien

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