Pinneberg
Gefahrgut

Großeinsatz nach Ammoniak-Leck in Barmstedt

Feuerwehrleute und Kräfte des Löschzugs Gefahrgut in Barmstedt

Foto: Michael Bunk

Feuerwehrleute und Kräfte des Löschzugs Gefahrgut in Barmstedt

In einem Raum der Barmstedter Meierei an der Mühlenstraße trat der Gefahrstoff aus. Alle 19 Mitarbeiter blieben unverletzt.

Barmstedt.  Ein Gefahrgutunfall in der Barmstedter Meierei hat in der Nacht zu Freitag einen Großeinsatz für die Feuerwehr ausgelöst. Mitarbeiter des Betriebes an der Mühlenstraße hatten kurz vor Mitternacht ausgelaufenes Ammoniak gemeldet. Daraufhin rückten Kräfte der Feuerwehr Barmstedt sowie des Löschzugs Gefahrgut des Kreisfeuerwehrverbandes aus.

Vor Ort stellte sich heraus, dass in einem 20 Quadratmeter großen Raum das bei einer Temperatur von minus 30 Grad Celsius flüssige Ammoniak ausgetreten war. Die 19 Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Meierei tätig waren, hatten den Betrieb bereits unverletzt verlassen. Sie warteten in einem Nebengebäude, das als Kantine genutzt wird, auf die Entwarnung.

Ammoniak geht bei Raumtemperatur in einen gasförmigen Zustand über. Es hat einen stechenden Geruch und eine leicht ätzende Wirkung. Der betroffene Raum konnte nur von Einsatzkräften in Chemikalienschutzanzügen betreten werden. Ihnen gelang es, einen weiteren unkontrollierten Austritt des Gefahrstoffs zu unterbinden. Der Raum wurde anschließend mithilfe von Drucklüftern belüftet. Auch weitere Räume, in denen eine erhöhte Konzentration gemessen wurde, mussten belüftet werden.

Der Löschzug Gefahrgut nahm auch im angrenzenden Stadtgebiet mehrere Messungen auf Ammoniak vor. In Windrichtung lagen unter anderem die Stettiner Straße, die Danziger Straße und der Krützkamp. Der Geruch war in diesen Straßen deutlich wahrnehmbar, die Messwerte lagen aber stets unterhalb des Grenzwertes, sodass von keiner Gesundheitsgefährdung auszugehen war. Vorsorglich wurden die umliegenden Bewohner dennoch gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Löschzug Gefahrgut aus dem Nachbarkreis Steinburg lieferte in der Nacht zusätzliche Prüfröhrchen. Der Einsatz für die 69 Feuerwehrleute war um 6.40 Uhr beendet.

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