Eier-Skandal

Fipronil: Niederländische Firma täuschte deutsche Bauern

Vergiftete Eier: Das müssen Verbraucher jetzt wissen

Eier
Fr, 04.08.2017, 10.13 Uhr

Vergiftete Eier: Das müssen Verbraucher jetzt wissen

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Die Firma Chickfriend hat laut einem Medienbericht Bauern getäuscht. In einem Datenblatt wurde der Inhaltsstoff Fipronil verschwiegen.

Amsterdam.  Die niederländische Reinigungsfirma Chickfriend, die im Zentrum des Lebensmittelskandals um mit Fipronil belastete Hühnereier steht, hat offenbar deutsche Landwirte mit falschen Dokumenten getäuscht.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, erhielten Chickfriend-Kunden ein offiziell aussehendes "Produktsicherheitsblatt", auf dem die Desinfektionslösung "Dega 16" als harmlos ausgegeben wurde.

Stoff nicht zugelassen

Dass in "Dega 16" Fipronil enthalten ist, stand laut dem Bericht nicht in dem vierseitigen Dokument. Der Stoff, der als Mittel zur Bekämpfung von Geflügelparasiten beworben wurde, war offenbar nie von einer Behörde zugelassen worden.

Unter der Rubrik "Hersteller/Lieferant" war auf dem Datenblatt laut "Der Spiegel" ein Unternehmen im belgischen Weelde angegeben. Unter der genannten Adresse soll Patrick R. firmieren, ein Chemikalien-Händler der als eine Schlüsselfigur des Skandals gilt.

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Zwei Festnahmen am Donnerstag

Der Skandal um Eier, die mit dem Insektengift Fipronil belastet sind, zieht sich durch mehrere europäische Länder. Am Donnerstag wurden in den Niederlanden zwei Manager von Chickfriend festgenommen , weil sie das Insektizid verbotenerweise zum Reinigen von Hühnerstellen verwendet hatten. (tma)

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